Wir brauchen Role Models – Annelis Lüscher Hämmerli, Group Chief Financial Officer der Helvetia Versicherungsgruppe

Wir brauchen Role Models – Annelis Lüscher Hämmerli, Group Chief Financial Officer der Helvetia Versicherungsgruppe

Ich habe Frau Annelis Lüscher Hämmerli ursprünglich in einem “Fertig mit nett!”-Workshop von mir in Bern kennengelernt. Die meisten der Teilnehmerinnen waren Ärztinnen und Annelis Lüscher Hämmerli als damaliges Geschäftsleitungsmitglied der Swiss Life sowohl von der Branche als auch von ihrer hohen Stellung in der Privatwirtschaft her die grosse Ausnahme in der Runde. Wir konnten alle von ihren konkreten Erfahrungen profitieren und lernen, dass es eben effektiv das entsprechende Durchsetzungsvermögen braucht, um sich an der Spitze eines Unternehmens behaupten zu können. Annelis Lüscher Hämmerli kann aber wesentlich mehr in Sachen Leadership als sich durchzusetzen. Mehrere ihr unterstellte Führungsfrauen besuchten später meine Kurse und alle lobten sie ausdrücklich als Chefin, die sie fordert, aber auch unterstützt. Heute ist sie als einzige Frau in der Konzernleitung von Helvetia tätig. Sie ist ein Vorbild für alle Frauen, die es an die Spitze schaffen und sich dabei ihr echtes Engagement für ihr Team bewahren. Die es aber auch nicht scheuen, unangenehme Entscheide zu kommunizieren und durchzusetzen, wenn dies den übergeordneten Zielen des Unternehmens dient.

Liebe Annelis Lüscher Hämmerli. Sie sind seit 2020 Group Chief Financial Officer der Helvetia Versicherungsgruppe. Was an der Führung gefällt Ihnen?

Führung ist eine sehr vielfältige Aufgabe. Mit einem guten Team zu arbeiten ist zum Beispiel etwas, was mir sehr gefällt, was mich motiviert. Ziele, die für Einzelne unerreichbar scheinen, werden als Team plötzlich erreichbar. Die Basis dazu ist ehrliche und transparente Kommunikation. Dabei muss ich als Führungsperson die gemeinsamen Ziele mit dem Team immer wieder reflektieren und erklären. Auch gefällt es mir, Menschen erfolgreich zu machen und entsprechend günstige Bedingungen zu schaffen, damit sich dieser Erfolg auch einstellen kann.

Wann brauchen Sie in der Führung besonders viel Mut? Und was hilft Ihnen dabei?

Führung heisst vor allem auch Entscheidungen zu treffen. Die Basis für einen Entscheid liefert die vorhandene Information, die aber meistens nicht vollständig sein kann. Es erfordert daher immer wieder Mut, auch aufgrund einer unvollständigen Informationslage einen Entscheid zu treffen und diesen dann auch konsequent zu vertreten und umzusetzen. Und es erfordert Mut, später zu erkennen, wenn ein Entscheid trotz aller sorgfältigen Überlegungen falsch war. Dann müssen unter Umständen die Zügel zielgerichtet und konsequent herumgerissen werden. In solchen Fällen ist eine gute Kommunikation wichtig, um einem allfälligen Stillstand zuvorzukommen und um Verwirrung oder Frustration im Team zu vermeiden. Im Weiteren braucht es auch Mut, Veränderungen durchzusetzen, Konflikte früh anzugehen und natürlich auch, wenn unpopuläre Entscheide zugunsten der Firma durchgesetzt werden müssen.

Was möchten Sie für sich und Ihr Team in den nächsten Jahren erreichen?

Mein Ziel ist es, zusammen mit dem Team noch besser auf Änderungen reagieren zu können. Solche Änderungen können sich durch neue Aufgaben oder durch neue personelle Zusammensetzungen ergeben. Ich arbeite daran, aufzuzeigen, wie Veränderungen auch als Chance wahrgenommen werden können.   

Wann Sind Sie in Ihrer Führungsarbeit richtig glücklich?

Wenn ich dazu beitragen konnte, dass Menschen erfolgreich sind und wir durch diesen Erfolg nachhaltig Wert für die Firma geschaffen haben, dann macht mich das glücklich. Weiter ist mir wichtig, dauernd dazu zu lernen und diese Erkenntnisse mit dem Team zu teilen. Eine grosse Quelle des Lernens ist die Interaktion mit dem Team selbst.

Was finden Sie sonst noch wichtig?

Was manchmal in der Hektik etwas verloren geht, ist, dass man Erfolge auch unbedingt feiern sollte. Das muss nichts Grosses sein, ein spontaner Apero an einem Abend oder ein einfaches Znacht in einer Pizzeria. Etwas von der knappen Zeit zusammen zu verbringen und sich zusammen zu freuen ist sehr motivierend und wertschätzend.

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Karriereentwicklung

Du möchtest beruflich weiterkommen, weisst aber nicht, welcher Schritt dich deinem Ziel wirklich näherbringt?

Vielleicht stehst du vor einer wichtigen Entscheidung, möchtest dich auf eine neue Funktion vorbereiten oder fragst dich, weshalb deine Karriere trotz hoher Leistung nicht so vorankommt wie erhofft. Gemeinsam analysieren wir deine Situation, erkennen die entscheidenden Karrierehebel und entwickeln eine Strategie, die zu dir und deinem beruflichen Umfeld passt.

Meine Expertise

Seit über zwanzig Jahren beschäftige ich mich mit Karriereentwicklung, Führung und beruflichen Entscheidungen. Während dreizehn Jahren war ich im HR und in der Leadershipentwicklung eines Universitätsspitals tätig. Ich habe zahlreiche Bewerbungs- und Berufungsverfahren begleitet, Führungskräfte bei Karriereschritten beraten und die Entwicklung von Mitarbeitenden über viele Jahre hinweg miterlebt.

Aus dieser Erfahrung ist eine Arbeitsweise entstanden, die Analyse, Organisationsverständnis und konkrete Karrierestrategien verbindet. Gemeinsam erkennen wir, worauf es in deiner Situation wirklich ankommt, setzen Prioritäten und entwickeln Lösungen, die zu dir, deinen Zielen und deinem beruflichen Umfeld passen.

Karriereentwicklung

Berufungsverfahren

Du möchtest zuerst herausfinden, wo du beruflich stehst?

Der kostenlose Karrierekompass hilft dir, deine berufliche Situation einzuordnen und erste Karrierehebel zu erkennen.

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Angebote für Ärztinnen

Seit vielen Jahren begleite ich Ärztinnen in ihrer beruflichen Entwicklung.
Durch meine Tätigkeit am Universitätsspital Basel sowie während fünf Jahren in einer auf das Gesundheitswesen spezialisierten Beratungsfirma kenne ich die Herausforderungen des Spitalalltags ebenso wie die Dynamiken, die Karrieren und Führungsverantwortung prägen.
Auf dieser Seite findest du ausgewählte Angebote, die dich dabei unterstützen, deinen nächsten Karriereschritt strategisch vorzubereiten, dich klar zu positionieren und deinen Karriereweg bewusst zu gestalten.

Die ungeschriebenen Spielregeln im Spital​

Wenn ich mit Ärztinnen arbeite, stelle ich immer wieder fest, dass viele Karriereentscheidungen falsch interpretiert werden. Man sucht die Erklärung fast ausschliesslich in der fachlichen Leistung. Dabei gibt es im Spital – wie in jeder grossen Organisation – ungeschriebene Spielregeln.

Ich möchte Ihnen vier Beispiele nennen.

Der erste Irrtum lautet: Gute Arbeit setzt sich von selbst durch.

Natürlich ist medizinische Kompetenz die Grundlage jeder Karriere. Ohne sie geht es nicht. Aber sie reicht oft nicht aus. Wer hervorragende Arbeit leistet, wird nicht automatisch wahrgenommen. Sichtbarkeit entsteht nicht zufällig. Sie muss bewusst aufgebaut werden.

Der zweite Irrtum: Positionierung beginnt erst, wenn ich den nächsten Karriereschritt plane.

In Wirklichkeit positionieren Sie sich jeden Tag. Mit den Aufgaben, die Sie übernehmen. Mit den Themen, für die Sie stehen. Mit Ihrem Auftreten in Besprechungen. Mit der Art, wie Sie mit anderen Berufsgruppen zusammenarbeiten. Die Frage ist nicht, ob Sie sich positionieren – sondern wie.

Der dritte Irrtum: Netzwerken hat etwas mit Eigenwerbung zu tun.

Viele Ärztinnen mögen dieses Wort nicht. Dabei geht es gar nicht darum, sich in den Vordergrund zu drängen. Es geht darum, dass Menschen Ihre Kompetenzen kennen, Vertrauen zu Ihnen entwickeln und Sie mit bestimmten Stärken verbinden. Gute Netzwerke entstehen meist durch Zusammenarbeit und nicht durch Visitenkarten.

Und der vierte Irrtum: Durchsetzungsvermögen bedeutet, besonders laut oder dominant aufzutreten.

Das Gegenteil ist oft der Fall. Die wirksamsten Menschen sind häufig diejenigen, die klar kommunizieren, schwierige Gespräche führen können und ihre Interessen vertreten, ohne unnötige Konflikte zu erzeugen.

Genau deshalb spreche ich von ungeschriebenen Spielregeln. Nicht, weil sie geheim wären. Sondern weil sie selten erklärt werden. Wer sie versteht, kann den eigenen Karriereweg bewusster gestalten, bessere Entscheidungen treffen und sich so positionieren, dass die eigene fachliche Kompetenz auch wahrgenommen wird.

Meine Angebote für Ärztinnen

Frau Doktor führt!

Mein Karriereprogramm für Ärztinnen, die ihre berufliche Zukunft aktiv gestalten möchten. Dank flexibel kombinierbarer Module lässt sich das Programm gut mit dem Spitalalltag vereinbaren. SIWF-Credits können beantragt werden.

Strategischer Coachingprozesse

Du möchtest deine Karriere gezielt weiterentwickeln oder stehst vor einer wichtigen beruflichen Entscheidung? Über mehrere Monate arbeiten wir gemeinsam an deiner Positionierung, deinem Durchsetzungsvermögen und den nächsten Karriereschritten.

Karriereanalyse

Du möchtest deine berufliche Situation reflektieren und Klarheit über deine nächsten Schritte gewinnen? Gemeinsam analysieren wir deine aktuelle Situation und entwickeln konkrete Strategien für deinen weiteren Karriereweg.

Freebie

Hast du den Eindruck, dass deine Karriere im Spital nicht so vorankommt, wie du es dir wünschst?
Dann lade dir mein kostenloses Freebie «Wo es bei deiner Karriere hakt» herunter.

Das Video und das Arbeitsblatt wurden speziell für Ärztinnen entwickelt. Sie helfen dir zu erkennen, welche Faktoren deinen Karriereweg beeinflussen und an welchen Stellschrauben du konkret ansetzen kannst.

15’ Gespräch​

In einem kostenlosen 15-minütigen Telefongespräch besprechen wir deine aktuelle Situation und deine Ziele. Gemeinsam finden wir heraus, ob «Frau Doktor führt!», ein Coaching oder die Karriereanalyse der passende nächste Schritt für dich ist.

«Ich kann diesen Kurs allen empfehlen, die nicht nur funktionieren, sondern mitgestalten wollen. Sibyl und ihre Gästinnen geben ehrliche Einblicke in die unausgesprochenen Spielregeln im Spital – verständlich, praxisnah und überraschend klar. Besonders wertvoll: Du kannst das Gelernte direkt ausprobieren, üben und deine Wirkung stärken. Und künftig bringt dich keine Killerphrase mehr aus der Ruhe!»
Dr. med. Katrin Parmar
Stv. Chefärztin

Ausgewählte Blogs für Ärztinnen

Warum andere deine neue Funktion nicht automatisch erkennen

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Wenige Wochen später folgt bei manchen Ärztinnen die Ernüchterung. Patientinnen richten ihre Fragen an den Assistenzarzt. Angehörige schauen beim Gespräch immer wieder zum älteren Kollegen. Im Rapport wird die eigene Einschätzung übergangen, bis jemand anders denselben Vorschlag macht. Dabei hat sich die Funktion längst verändert.

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Die stille Bremse in Ärztinnenkarrieren

In meinen Coachings begegne ich seit Jahren demselben Muster: Ärztinnen kommen bis zur Stufe der Oberärztin solide voran. Sie leisten, sie halten Kliniken zusammen, sie arbeiten präzise, zuverlässig und tragen Verantwortung, oft weit über ihre formale Rolle hinaus. Und dennoch erleben viele von ihnen, dass ihre Karrieren genau an dieser Stelle blockiert werden.

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Sexuelle Belästigung in der Akademie, im Techniksektor und in der Medizin

Sexuelle Belästigung gibt es überall. Die meisten Opfer sind Frauen, doch auch Männer werden belästigt, meist durch Männer. Auch Frauen belästigen sexuell. Seit #MeToo, der Bewegung, die 2017 durch den Weinsteinskandal bekannt wurde, wird offener über sexuelle Belästigung gesprochen und geschrieben und die Opfer werden vermehrt ernst genommen. Dennoch ändert sich in der Realität durch diese Wahrnehmung erst einmal noch nicht viel.

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Erlebnis

Schluss mit langweiligen Schulungen und lieblosen Methoden!

In der Boutique Academy lernst du in inspirierenden Locations, die Veränderung spürbar machen. Mit kreativen Methoden und klaren Zielen fördern wir nachhaltige Transformation – digital, analog und voller Aha-Momente.

Zukunftslabor Wettingen
25hours Hotel Zürich, Tonbandlounge
IKAMED Zürich
Vatter Business Center Bern
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